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Jugend Gruppe Samariter Biel-Benken

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Der Schweizerische Samariterbund fördert den Einsatz von Freiwilligen im Ret­tungs-, Gesundheits- und Sozialwesen. Er sorgt dafür, dass Verunfallte und Erkrank­te umgehend, vor Ort, Erste Hilfe und Unterstützung erhalten.

Denise Lüönd ist Präsidentin des Samaritervereines Biel-Benken. Seit 2003 gibt es eine Samariter-Jugendgruppe, die im Birsig- und Leimental eine Pionierrolle einnimmt. Umso mehr, als  der Samariterverein Oberwil/Bottmingen vor vor ein paar Jahren eine Helpgrup- pe gegründet, diese aber leider wieder aufgegeben hat. Das war auch der Grund, dass diese Jugendgruppe bis dato nur in der eigenen Gemeinde Biel-Benken tätig war. Nun möchte man aber gerne die Tore für andere Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren öffnen. Wir haben Frau Lüönd für ein Gespräch getroffen.

Wie kommt es, dass just Biel-Benken seit 2003 über eine Samariter-Jugendgruppe verfügt, grössere Gemeinden aber nicht?

Die beruht auf persönliche Initiative. Ich habe einen Anlass für Jugendliche organisiert und wollte ihnen die Erste Hilfe näherbringen. Später ist in Anlehnung an das Projekt Schul­samariter eine sich jährlich wiederholende Informationsveranstaltung „Fit für d’Sek“ für Pri­marschüler entstanden. Daraus hat sich die heutige Jugendgruppe formiert. Es steckt sehr viel Herzblut und Engagement dahinter. Die Jugendlichen geben aber auch sehr viel zu­rück und es ist toll, mit ihnen zu arbeiten. Mein Ziel war es, dass sie Personen in Not hel­fen können und eine sinnvolle Zeit miteinander verbringen. Nun profitieren wir aber seit gut drei Jahren von den Übertritten in die Aktivmitgliedschaft, was den Verein aufwertet. So - denke ich - machen wir alles richtig. 

Sind zehnjährige Kinder, oder Jugendliche, denn in diesem Alter bereits bereit, um wirksam „Erste Hilfe“ leisten zu können?

Ja, sicher! Sie behalten in der Regel einen kühleren Kopf als manch Erwachsener. Sie kennen die Grundregeln der Nothilfe und wenden diese im Ereignis konsequent, ohne Wenn und Aber, an. Bei der Reanimation fehlt ihnen noch teilweise die volle Kraft, aber das ist besser, als nichts zu tun. Sie saugen alle Informationen, welche sie an den Übungsnachmittagen erhalten, auf und speichern diese. Die Jugendlichen haben schon von einigen Situationen erzählt, wo sie helfen konnten und Erwachsene nur hilflos dabei­gestanden sind. Das freut uns natürlich, dass sie auch den Mut haben, sich durchzuset­zen.

Wie oft übt man denn? Und gibt es auch spezielle Vereinanslässe und Aktivitäten für diese Jugendliche?

Die Jugendgruppe übt viermal pro Jahr an einem Samstagnachmittag und seit 2013 gehen wir jährlich im August/September von Freitag- bis Sonntagabend in ein Trai­nings- weekend in den Schwarzwald. Dies sind immer sehr tolle Wochenende, an denen viel ge­übt wird. Natürlich kommt auch der Spass nicht zu kurz. Und darum nutzen wir dann den Sonntag zum Beispiel für einen Besuch im Klettergarten, im Wasserpark oder machen eine Schnitzeljagt auf dem Belchen. Im nächsten Jahr werden wir zusätzlich mit allen Ver­einsmitgliedern einen Besuch im Paraplegikerzentrum in Nottwil und nach Mög­lichkeit die Besichtigung der Rega in Erstfeld organisieren. In der Vergangenheit waren wir bereits im Claraspital, Körperwelten oder auch im anatomischen Museum mit einer Füh­rung.